Über AGT-PSG & PerfectSampleGas
Wer wir sind, was wir herstellen und warum Kunden die komplette Kette für die extraktive Gasanalytik aus einer Hand beziehen.
Die AGT-PSG GmbH ist ein deutscher Hersteller kompletter Technik für Gasentnahme und Messgasaufbereitung für die kontinuierliche extraktive Gasanalytik. Das Unternehmen entstand 2016 durch den Zusammenschluss von AGT und PSG — zwei Marken mit jeweils mehr als 40 Jahren Geschichte — und vereint damit über 90 Jahre Erfahrung in Gasentnahme, Gasaufbereitung, Drucklufttrocknung und Druckluftverteilung.
PSG (ursprünglich Petro Service Gas) wurde 1975 gegründet, und die Marke feierte 2025 ihr 50-jähriges Bestehen. AGT-PSG hat seinen Sitz in der Hajo-Rüter-Str. 23, 65239 Hochheim am Main, Deutschland; alle Produkte werden in Deutschland entwickelt und gefertigt.
#PerfectSampleGas ist das Leitprinzip von AGT-PSG: Ein Gasanalysator kann nur so genau sein wie die Probe, die er erhält. Jedes Produkt im Portfolio — Sonde, Leitung, Kühler, Trockner, System — dient dazu, eine repräsentative, unverfälschte und kondensationsfreie Probe vom Prozess bis zum Analysator zu liefern.
Die Philosophie folgt einer einfachen ingenieurtechnischen Wahrheit: Nur was gemessen werden kann, lässt sich verbessern. Zuverlässige Emissionsmessung und schnelle, hochverfügbare Prozessmessung gelten als Schlüssel zu sicheren Anlagen und einer saubereren Umwelt.
AGT-PSG ist das einzige Unternehmen weltweit, das die gesamte Produktpalette für die kontinuierliche extraktive Gasanalytik selbst fertigt. Das Portfolio deckt jede Stufe des Probenwegs ab:
- Gasentnahmesonden — die Familien PSG Basic und PSG Plus, einschließlich der Ausführungen DeNOx, Duo, Mobile, Double Back Purge und ATEX
- Beheizte Messgasleitungen — mehr als 2.500 Varianten, vom Gefrierschutz bis 300 °C, einschließlich extrudierter, kürzbarer (cut-to-length), flexibler und ATEX-zertifizierter Bauformen
- Messgaskühler — Kompressor- und Peltier-Kühler (thermoelektrisch) der Serien MAK und BCR, erweiterbar zu vollständigen Aufbereitungssystemen
- Nafion®-Messgastrockner und -Befeuchter — als exklusiver Distributor der Perma-Pure-Trockner
- Komponenten — Pumpen, Filter, Feuchtesensoren, Regler, Vorabscheider, Reduzierventile
- Instrumentenluftverteiler und Drucklufttrockner
- Schlüsselfertige Analysensysteme — komplette Systemintegration, 100% Made in Germany
AGT-PSG-Technik kommt überall dort zum Einsatz, wo die extraktive Gasanalytik Prozesse, Menschen und Umwelt schützt. Zu den Kernbranchen zählen Chemie und Petrochemie, Zement, Stahl, Glas, Kraftwerke, Automobil (Motoren- und Abgasprüfstände) sowie Kläranlagen.
Wachsende Anwendungsfelder sind Carbon Capture (CCUS), Wasserstofferzeugung und -handhabung, Biogas, Emissionsüberwachung in der Schifffahrt und Abfallverbrennung — überall dort, wo ein heißes, feuchtes, staubiges oder korrosives Gas kontinuierlich und zuverlässig gemessen werden muss.
Die AGT-PSG GmbH befindet sich in der Hajo-Rüter-Str. 23, 65239 Hochheim am Main, Deutschland (Region Frankfurt Rhein-Main). Die Geschäftszeiten sind Montag bis Freitag, 8:00–17:00 Uhr MEZ.
Telefon: +49 6146-8329110 · E-Mail: info@perfectsamplegas.de · Web: www.perfectsamplegas.com. Für jede Produktfamilie — vom Messgaskühler bis zur Nafion®-Trocknung — stehen eigene Spezialisten zur Verfügung.
Grundlagen der extraktiven Gasanalytik
Die physikalischen und ingenieurtechnischen Grundlagen hinter jeder zuverlässigen CEMS- und Prozessanalyse-Installation.
Die extraktive Gasanalytik entnimmt kontinuierlich einen kleinen Probenstrom aus einem Prozess oder Kamin, bereitet ihn auf und führt ihn einem Gasanalysator zu. Sie ist die vorherrschende Technik hinter Continuous Emission Monitoring Systems (CEMS) und Process Analysis Technology (PAT).
Der Probenweg folgt stets derselben Kette: Eine beheizte Gasentnahmesonde entnimmt und filtert das Gas an der Quelle, eine beheizte Messgasleitung transportiert es oberhalb seines Taupunkts, ein Messgaskühler oder Membrantrockner entfernt den Wasserdampf, und Pumpen, Filter sowie Durchflussregelung liefern eine saubere, trockene, repräsentative Probe an den Analysator.
Weil rohes Abgas oder Prozessgas heiß, feucht, staubig und oft korrosiv ist — Bedingungen, die Analysatoren zerstören und Messwerte verfälschen. Die Aufbereitung entfernt Partikel und Wasser, ohne die Konzentration der gemessenen Komponenten zu verändern.
Die unkontrollierte Kondensation ist der Hauptfeind: Flüssiges Wasser absorbiert lösliche Gase wie SO2, NO2, HCl und NH3 (der “Auswasch”-Effekt), korrodiert benetzte Teile und verursacht volumetrische Fehler sowie Querempfindlichkeiten im Analysator. Eine richtig ausgelegte Aufbereitungskette hält die Probe oberhalb ihres Taupunkts, bis das Wasser auf kontrollierte, messneutrale Weise entfernt wird.
Ein vollständiges extraktives System besteht aus fünf Funktionsblöcken:
- Entnahme: beheizte Gasentnahmesonde mit Filter, optionaler Rückspülung und Prüfgasanschluss
- Transport: beheizte Messgasleitung, die das Gas sicher oberhalb seines Säuretaupunkts hält
- Gastrocknung: Messgaskühler (Kondensation) und/oder Nafion®-Membrantrockner (Permeation)
- Schutz & Durchfluss: Feinfilter, Feuchtesensoren, Messgaspumpen, Durchflussmesser, Druckreduzierung
- Analyse: der Gasanalysator selbst, ergänzt durch Regler und Statussignale an das Leitsystem (DCS) der Anlage
AGT-PSG fertigt jeden Block dieser Kette selbst und integriert sie zu schlüsselfertigen Analysensystemen.
Der Säuretaupunkt ist die Temperatur, bei der säurebildende Dämpfe (vor allem SO3/H2SO4, aber auch HCl und HNO3) aus einem Rauchgas auszukondensieren beginnen — und er liegt weit höher als der Wassertaupunkt. Je nach Schwefelgehalt sind in Verbrennungsgasen Säuretaupunkte von 120–160 °C üblich.
Unterschreitet irgendein Punkt im Probenweg diese Temperatur, korrodiert kondensierende Säure die Ausrüstung, wäscht gemessene Komponenten aus und erzeugt driftende, unzuverlässige Messwerte. Deshalb werden Sonden und Messgasleitungen typischerweise auf 180 °C (bzw. bis 200–315 °C für Sonderanwendungen) gehalten, bis das Gas die kontrollierte Trocknungsstufe erreicht.
Die Auswaschung ist der Verlust wasserlöslicher Messkomponenten — insbesondere SO2 und NO2 — in das Kondensat, wenn das Messgas abgekühlt wird. Das Ergebnis ist ein systematisch zu niedriger Messwert, obwohl der Analysator selbst einwandfrei arbeitet.
Die Auswaschung wird minimiert, indem der Wärmetauscher auf die kürzestmögliche Kontaktzeit und Kontaktfläche zwischen Gas und Kondensat ausgelegt wird. Die auswaschoptimierten MAK-Kühler von AGT-PSG mit Jet-Stream-Wärmetauschern, optionaler Säuredosierung (die das Kondensat sättigt, sodass es kein weiteres SO2 aufnehmen kann) sowie die Nafion®-Membrantrocknung (die Wasser als Dampf entfernt — ganz ohne Kondensat) sind die Standard-Gegenmaßnahmen.
Die extraktive Messung bereitet das Gas vor der Analyse auf, während In-situ-Geräte direkt im Kamin messen. Extraktive Systeme bleiben die Standardwahl, wenn mehrere Komponenten gemessen werden müssen, wenn zertifizierte Daten in Referenzqualität gefordert sind, wenn Prüfgas für Kalibrierung und QAL-Verfahren aufgegeben werden muss und wenn das Prozessgas für eine Optik im Kamin zu heiß, feucht, staubig oder korrosiv ist.
Ein extraktives System lässt den Analysator zudem in einer geschützten, temperierten Umgebung arbeiten — was die Verfügbarkeit und den Servicezugang gegenüber am Kamin montierten Geräten erheblich verbessert.
Gasentnahmesonden
Die beheizten Sonden PSG Basic und PSG Plus: Filtration, Staubbeladung, Rückspülung und Ausführungen für explosionsgefährdete Bereiche.
PSG Basic ist die kompakte Sonde für niedrige bis mittlere Staubbeladungen; PSG Plus ist die Hochleistungssonde für mittlere bis extrem hohe Staubbeladungen.
- PSG Basic: selbstregelnde oder geregelte Beheizung bis 200 °C Haltetemperatur, einstufige Rückspülung und Kalibrierport serienmäßig, ideal für typischen CEMS-Betrieb. Eine Duo-Ausführung entnimmt gleichzeitig aus zwei Ausgängen bei bis zu 250 °C.
- PSG Plus: geregelte Beheizung bis 315 °C (Hochtemperaturausführung), hocheffiziente ein- oder zweistufige Rückspülung für wartungsarmen Betrieb selbst bei extremem Staub, werkzeugloser Filterwechsel, Konstruktion aus SS316Ti.
Beide teilen das prägende PSG-Merkmal: die größte aktive Filteroberfläche am Markt (212 cm²).
Eine größere Filteroberfläche bedeutet geringere Anströmgeschwindigkeit, langsameren Aufbau des Staubkuchens, längere Wartungsintervalle und höhere Anlagenverfügbarkeit. PSG-Sonden filtern die Probe an einer äußeren Filtrationsfläche von 212 cm² — der größten am Markt verfügbaren.
Die intelligente Gasführung im Inneren der Sonde verteilt den Strom über die gesamte Fläche, sodass der Differenzdruck nur langsam ansteigt und der Filter zwischen den Serviceeinsätzen weiterarbeitet. In der Praxis ist dies einer der größten Hebel zur Senkung der Gesamtbetriebskosten einer CEMS-Entnahmestelle.
Von reinen Gasen bis zu rund 280 g/m³ Staub, je nach Konfiguration. Die PSG Basic deckt niedrige bis mittlere Staubbeladungen ab, wie sie für die Emissionsmessung nach Filter typisch sind. Die PSG Plus ist für mittlere bis hohe Staubbeladungen ausgelegt (von etwa 3 mg/m³ bis 40 g/m³ mit einstufiger Rückspülung) und bis ca. 280 g/m³ mit der zweistufigen (Double-)Rückspülausführung.
Für extreme Vorfilter-Anwendungen erweitern modulare Vorfilter in verschiedenen Werkstoffen den Einsatzbereich zusätzlich.
Bei der Rückspülung wird in programmierten Intervallen Druckluft rückwärts durch den Sondenfilter geblasen, wodurch angesammelter Staub zurück in den Prozesskanal geschleudert wird. Sie verwandelt eine manuelle Reinigungsaufgabe in eine automatische und ist für staubige Anwendungen wie Zementöfen, Stahlkonverter und Biomassekessel unverzichtbar.
PSG-Plus-Sonden bieten eine äußerst wirksame ein- oder zweistufige Rückspülung mit 12 mm Spülverrohrung (Außendurchmesser) — einzigartig am Markt — und reinigen sowohl die Filterkammer als auch das Filterelement selbst. Die PSG-Hybrid-Messgasleitung kann sogar vorgewärmte Rückspülluft liefern, sodass der Spülstoß den Filter nie unter den Taupunkt abkühlt.
Die PSG Plus Sonde DeNOx mit geregelten Haltetemperaturen bis 315 °C und einem integrierten Abscheidegefäß für Ammoniumsalze. In SCR- und SNCR-Anlagen reagiert überschüssiges NH3 mit SO3 zu Ammoniumbisulfat, das bei Temperaturen unterhalb von etwa 270 °C kondensiert und herkömmliche Sonden verstopft.
Indem die gesamte Entnahmestufe oberhalb der Salzbildungstemperatur gehalten und die Salze im Abscheidegefäß aufgefangen werden, bleiben die Messungen von NH3-Schlupf und NOx stabil und der Wartungsaufwand beherrschbar.
Ja — PSG-Sonden sind zertifiziert für ATEX-Zone 1 (II 2G Ex d IIC T3) und IECEx erhältlich. Das Programm umfasst die PSG Plus Sonde ATEX 90 (selbstbegrenzend 90 °C) sowie die PSG Process Sonden ATEX 150 und ATEX 180 (selbstbegrenzend bis 180 °C Haltetemperatur in IP65-Gehäusen).
Selbstregelnde Heizelemente können ihre Auslegungs-Temperaturklasse physikalisch nicht überschreiten, was den Sicherheitsnachweis im explosionsgefährdeten Bereich vereinfacht und zugleich Kondensation in der Sonde verhindert.
Ja — ein Kalibrier-/Prüfgasanschluss gehört bei PSG-Sonden zum Standard und ermöglicht es, Prüfgas durch den Sondenfilter aufzugeben. Genau das erwarten die Qualitätssicherung nach EN 14181 und die deutsche Emissionsüberwachungspraxis der 13./17. BImSchV: Die Kalibrierprüfung erfasst den gesamten Probenweg, nicht nur den Analysator.
Der serienmäßige Prüfgasanschluss qualifiziert PSG-Sonden für den Einsatz in zertifizierten Emissionsmesssystemen nach den EU-Regeln für Abfallverbrennung und Großfeuerungsanlagen (historisch 2000/76/EG und 2001/80/EG, heute konsolidiert in der Industrieemissionsrichtlinie 2010/75/EU).
Beheizte Messgasleitungen
Kürzbare (cut-to-length) extrudierte Technik, flexible Bauformen, ATEX-zertifizierte Baugruppen und Energieeffizienz.
Weil die Probe auf jedem Zentimeter zwischen Sonde und Aufbereitungssystem oberhalb ihres Taupunkts bleiben muss — andernfalls zerstört Kondensation die Messung. Eine einzige kalte Stelle verursacht Auswaschung löslicher Komponenten, Säurekorrosion, verstopfte Leitungen in staubigem Gas und auditrelevante Messdrift.
Beheizte Leitungen halten die Probe auf einer geregelten Temperatur (typischerweise 180–200 °C für die Emissionsmessung) über Distanzen, die in realen Anlagen 100–300 m erreichen können — unter Umgebungsbedingungen von −40 °C im Winter bis hin zu direkter Sommersonne.
Extrudierte Leitungen haben einen glatten, vollständig extrudierten Außenmantel (TPU, PE oder PVC); flexible Leitungen verwenden einen gewellten Mantel im Ringwell-Stil (klassisch aus PA12). Extrudierte Mäntel sind weitaus widerstandsfähiger gegen UV, Witterung und mechanische Beanspruchung und ermöglichen die Cut-to-length-Technik; klassische Wellmäntel boten engere Biegeradien, jedoch dünnere, anfälligere Wandungen.
Die Serie PSG Extrudiert Flex löst den alten Zielkonflikt: ein extrudierter, robuster Mantel mit kleinem Biegeradius, sodass Installateure sich nicht mehr zwischen Langlebigkeit und Flexibilität entscheiden müssen.
Cut-to-length (kürzbar zum Selbstkonfektionieren) bedeutet, dass die beheizte Leitung vor Ort auf die exakte Einbaulänge gekürzt werden kann — ohne Funktionsverlust. Die selbstregelnde oder parallele Heizarchitektur hält die Wattdichte bei jeder Länge korrekt.
Das beseitigt eines der häufigsten Installationsprobleme: Maße vor Ort sind selten exakt, und eine herkömmliche vorkonfektionierte Leitung, die zu lang geliefert wird, muss aufgewickelt werden (was eine Wärmesenke und Strömungsprobleme erzeugt) oder neu bestellt werden. PSG-Extrudiert-Leitungen werden im Feld in wenigen Minuten angepasst, wodurch Integratoren Standardtrommeln bevorraten können statt projektspezifischer Längen.
PSG fertigt mehr als 2.500 Varianten beheizter Leitungen, vom einfachen Gefrierschutz bis 300 °C Haltetemperatur, mit Mantelwerkstoffen, die bis 400 °C temperaturbeständig sind.
- Haltetemperaturen: Gefrierschutz, 120 °C selbstregelnd (Process-Serie), 150 / 180 / 200 °C geregelt (Plus-Serie) sowie spezielle Hochtemperaturausführungen bis 300 °C
- Längen: Einzelstücke ab 30 cm; extrudierte Leitungen bis 300 m Gesamtlänge, mit Heizkreislängen bis 73–100 m je Kreis (gegenüber rund 60 m bei klassischen PA12-Leitungen)
- Innenseelen: PTFE, PFA oder Edelstahl; ein- oder mehrrohrige Bündel (Duo-Ausführungen mit zwei beheizten Enden)
PSG-Extrudiert-Leitungen verbrauchen bei 180 °C etwa 60 W/m gegenüber rund 90 W/m bei einer klassischen gewellten PA12-Leitung — bis zu 25% weniger Energie über den Lebenszyklus. Das fortschrittliche Isolationspaket spart Betriebskosten und verbessert zugleich die CO2-Bilanz der Anlage.
Bei einer 100 m-Installation im Dauerbetrieb entspricht die Differenz von 30 W/m rund 26 MWh pro Jahr — die Leitungen amortisieren sich häufig bereits im ersten Betriebsjahr.
Ja — einschließlich der weltweit ersten beheizten Leitungen mit ATEX-Zertifizierung für die gesamte Baugruppe (patentierte Ex²/Ex³-Technologie), nicht nur für das Heizkabel. Die Varianten decken ATEX-Zone 1 (II 2G Ex IIC und IIB) und IECEx ab, mit selbstregelnden Ausführungen bis 120 °C und geregelten Ausführungen bis 180 °C, ergänzt um eine patentierte Leitung mit leitfähigem Mantel.
Die Zertifizierung der gesamten Baugruppe ist entscheidend: Bei herkömmlichen Leitungen trägt nur das Heizkabel das Ex-Zertifikat, und der Installateur übernimmt die Verantwortung für die fertige Baugruppe. Eine zertifizierte Komplettbaugruppe nimmt diese Haftung ab und vereinfacht das Explosionsschutzdokument der Anlage.
Die PSG Plus Extrudiert Hybrid vereint alles, was eine Entnahmestelle benötigt, in einer Leitung: das beheizte Messgasrohr plus alle Versorgungsmedien zum Betrieb der Sonde — einschließlich vorgewärmter Rückspülluft.
Statt Messgasleitung, Spülluftleitung, Strom und Signale separat am Kamin hochzuführen, wird eine einzige Hybridleitung gezogen und auf Länge gekürzt. Das verkürzt die Installation drastisch und garantiert, dass die Spülluft heiß ankommt, was den Filter während der Spülzyklen vor Thermoschock und Kondensation schützt.
Messgaskühler & Aufbereitung
Kompressor- und Peltier-Kühler der Serien MAK und BCR, Wärmetauscher, Auswaschoptimierung und vollständige Aufbereitungssysteme.
Ein Messgaskühler kühlt die Probe unter kontrollierten Bedingungen unter ihren Wassertaupunkt ab, kondensiert das Wasser heraus und liefert dem Analysator Gas mit einem konstant niedrigen Ausgangstaupunkt (typischerweise um +5 °C).
Der stabile Taupunkt ist die entscheidende Kenngröße: Er verhindert nachgelagerte Kondensation, eliminiert die Wasserdampf-Querempfindlichkeit und beseitigt den volumetrischen Fehler, den schwankende Feuchte sonst in die Konzentrationsmesswerte einbringen würde.
Kompressorkühlung wählt man für hohe Kühlleistung, hohe Eingangstaupunkte, mehrere Gaswege und heiße Umgebungsbedingungen; Peltier wählt man für Aufgaben mit geringerer Leistung, kompakte Installationen und minimalen Wartungsaufwand.
AGT-PSG baut beides: MAK 10 / MAK 20 und MAK Basic als Kompressorgeräte (auswaschoptimiert, 1–4 Gaswege, Durchflüsse bis 150–250 l/h) sowie die Peltier-Ausführungen MAK 10 / MAK 20 (1–2 Gaswege, bis 300 l/h beim MAK 20 Peltier). Die BCR-Kompressorfamilie deckt den Hochdurchflussbetrieb in der Prozessmessung bis 500 l/h je Gasweg und Eintrittstemperaturen bis 140–180 °C ab.
MAK-Kühler sind CEMS-orientiert und auswaschoptimiert; BCR-Kühler sind prozessorientiert, ausgelegt für hohe Durchflussraten und niedrigste Ausgangstaupunkte, einschließlich ATEX-Ausführungen.
- MAK-Serie: modulares Konzept — “andere nennen es Kühler, wir nennen es Messgasaufbereitung.” 1–4 Gaswege (PTFE/PVDF-Jet-Stream-Wärmetauscher), 100–150 Nl/h je Gasweg, Eintritt bis 140 °C, erweiterbar um jede Aufbereitungskomponente.
- BCR-Serie: 1–8 Gaswege in PVDF, Glas oder Edelstahl, 90–500 Nl/h je Gasweg, Eintritt bis 140–180 °C, austauschbare Hochleistungswärmetauscher, mit ATEX-Ausführungen BCR02/BCR03/BCR05 für Zone 2 (II 3G Ex nA nC T4 Gc) und Zone 1 (II 2G Ex px de [ai] IIC T4 Gb).
Das Wärmetauscher-Material wird auf die Gaschemie abgestimmt: PVDF und PTFE für korrosive Rauchgase, Borosilikatglas für aggressive Säuren und zur Sichtkontrolle, Edelstahl für hohen Druck, hohen Durchfluss und mechanische Robustheit.
Alle PSG-Kühler verwenden austauschbare Wärmetauscher, sodass ein Kühler durch Tausch des Wärmetauschers für eine neue Aufgabe umgerüstet werden kann, statt das gesamte Gerät zu ersetzen. Die korrosionsbeständige PTFE/PVDF-Jet-Stream-Geometrie in Verbindung mit präziser Proportional-Temperaturregelung und einem langlebigen Heißgas-Bypass erzielt extrem niedrige, konstante Ausgangstaupunkte. Die Variante MAK Process C bewältigt Betriebsdrücke bis 100 bar mit einer zusätzlichen SIL-orientierten Temperaturanzeige.
Durch eine auswaschoptimierte Jet-Stream-Wärmetauschergeometrie, die den Gas-/Kondensatkontakt minimiert, durch sofortige Kondensatabfuhr und durch optionale Säuredosierung. Der MAK 20 ist gezielt auf das niedrigste Auswaschverhältnis seiner Klasse ausgelegt.
Die Säuredosierung führt einen kleinen, konstanten Strom vorbereiteter Säure in den Wärmetauscher, um das Kondensat vorzusättigen, sodass es kein weiteres SO2 aus der Probe aufnehmen kann — eine Standardanforderung für die zertifizierte SO2-Emissionsmessung in niedrigen Messbereichen. Schlauchpumpen (SR25) fördern das Kondensat kontinuierlich ab, ohne dass sich Gas und Flüssigkeit erneut ins Gleichgewicht setzen.
Ja — das modulare MAK-Konzept ist genau dafür ausgelegt. Vorabscheider (für sehr hohe Wasserbeladungen), Tiefenfilter (PTFE oder Glasfaser, die den Analysator vor Feinstaub schützen), Feuchtesensoren mit Platinelektroden und EC72.01-Auswerteelektronik, PTFE-Membran-Messgaspumpen (N86), Schlauch-Kondensatpumpen, Durchflussmesser, Feuchtewächter und Säuredosierung lassen sich allesamt direkt in die Plattform MAK 10 / MAK 20 integrieren.
Das Ergebnis ist eine kompakte Aufbereitung aus einer Hand statt eines Schranks voller Komponenten verschiedener Hersteller — eine einzige Verantwortlichkeit für den gesamten Probenweg.
Nafion®-Membrantrockner (Perma Pure)
Selektive, kondensatfreie Membrantrocknung — und warum AGT-PSG die europäische Bezugsquelle für Perma-Pure-Trockner ist.
Ein Nafion®-Trockner entfernt Wasser aus einem Gasstrom durch eine selektive Membran — als Dampf, ohne Kondensation und ohne bewegte Teile. Nafion® ist ein Copolymer aus Tetrafluorethylen und einer perfluorierten Sulfonsäure; seine Sulfonsäuregruppen bilden Ionenkanäle, die Wassermoleküle durch die Rohrwand zur Seite mit dem niedrigeren Wasserdampf-Partialdruck transportieren.
Für die kontinuierliche Trocknung wird Nafion® als Rohr extrudiert; ein einzelnes Rohr oder ein Bündel sitzt in einem Gehäuse und wird von einem im Gegenstrom geführten trockenen Spülgas umströmt, was ein permanentes Partialdruckgefälle aufrechterhält. Jede Sulfonsäuregruppe kann bis zu 13 Wassermoleküle binden, was den Transport extrem schnell macht.
Ein Kühler entfernt Wasser, indem er es zu Flüssigkeit kondensiert; ein Nafion®-Trockner entfernt es als Dampf über einen wasserspezifischen chemischen Mechanismus — sodass lösliche Komponenten nie mit Kondensat in Kontakt kommen und nicht ausgewaschen werden können.
Herkömmliche Verfahren (Kondensatkühler, Adsorptionstrockner, Permeationstrockner) können die Probe alle verändern: Komponenten fallen mit dem Kondensat aus, werden mit dem Wasser co-adsorbiert oder co-permeieren. Die Nafion®-Trocknung erhält SO2, NO2, HCl und andere kritische Analyten, weshalb sie das Referenzverfahren für Messungen in niedrigen Messbereichen und im Spurenbereich ist. In vielen Systemen ist die beste Architektur eine Kombination: ein Kühler zur Entfernung des Hauptwasseranteils, gefolgt von einem Nafion®-Trockner für die tiefe, selektive Trocknung.
Nafion® eignet sich für praktisch alle anorganischen Gase und einfachen Kohlenwasserstoffe; es eignet sich nicht für Ammoniak oder sauerstoffhaltige Organika.
- Geeignet: atmosphärische Gase (N2, H2, O2, Edelgase), Oxide (CO, CO2, SO2, SO3, NOx), Halogene und Halogenverbindungen (Cl2, HCl, HF, HBr, halogenierte Kohlenwasserstoffe), Schwefelkomponenten (H2S, COS, Mercaptane), einfache Kohlenwasserstoffe, toxische Gase (HCN, COCl2, NOCl) und anorganische Säuren.
- Nicht geeignet: Ammoniak und Ammoniumverbindungen (sie bilden mit Wasser Ammoniumionen und passieren die Membran) sowie organische Komponenten mit hydroxylbildender Chemie — Alkohole, organische Säuren, Aldehyde, Ketone, DMSO —, die die starke Säurekatalyse von Nafion® transportieren oder umsetzen kann.
Bis hinunter zu etwa −45 °C Taupunkt, wenn der Trockner bei Raumtemperatur (20 °C) betrieben wird. Der erreichbare Mindesttaupunkt verschiebt sich in etwa parallel zur Trocknertemperatur — ein bei 60 °C betriebener Trockner erreicht etwa −5 °C.
Nafion® selbst ist bis 160 °C stabil, mit praktischen Grenzen von etwa 150 °C, die durch die Gehäusewerkstoffe (Edelstahl, PTFE, PVDF oder Polypropylen) und FPM-Dichtungen gesetzt werden. Für sehr feuchte Gase verhindern beheizte Trockner (die MDH-Serie) mit einem Temperaturgradienten über ihre Länge die Kondensation und maximieren zugleich die Trocknung. Der maximale Differenzdruck beträgt im Betrieb etwa 2 bar; der Berstdruck des Nafion®-Rohrs liegt mit rund 13 bar weit darüber.
Ein sauberes, ölfreies, trockenes Gas im Gegenstrom mit etwa dem doppelten Probendurchfluss — Instrumentenluft oder Stickstoff sind typisch. Nur bei der Trocknung HCl-beladener Gase muss das Spülgas auf das 8–10× des Probendurchflusses erhöht werden.
Steht kein externes Trockengas zur Verfügung, kann ein Teilstrom der getrockneten Probe selbst als Spülgas abgezweigt werden, der unter Vakuum (mindestens 500 mbar Differenz über der Membran) von einer Pumpe durch die Spülkammer gesaugt wird. Dieselbe Physik funktioniert auch umgekehrt: Perma-Pure-Tauscher werden vielfach eingesetzt, um trockene Kalibrier- oder Messgase auf eine definierte Restfeuchte zu befeuchten.
Praktisch keinen, solange sie gefiltertes, kondensatfreies Gas und saubere Spülluft erhalten. Es gibt keine bewegten Teile und keine Verschleißmittel.
Ist ein Trockner verunreinigt, kann er regeneriert werden: Das Nafion®-Rohr oder -Bündel wird mit einem Lösungsmittel (z. B. Isopropanol oder halogenierten Kohlenwasserstoffen), dann mit verdünnter Salzsäure und anschließend mit gereinigtem Wasser gespült. Das stellt die Leistung wieder her, ohne die Membran zu ersetzen.
Das vollständige Perma-Pure-Portfolio:
- MD-Serie — Monorohr-Trockner für geringe Durchflussraten mit direktem Spülanschluss
- MDH-Serie — aktiv beheizte Monorohr-Trockner für sehr feuchte Proben und hohe Eingangstaupunkte
- MD-700-Serie — Monorohr-Trockner, konzipiert für Aerosol- und Partikelmessgeräte
- MRD-Serie — Monorohr-Trockner mit drehbaren Verschraubungen für beengte Einbausituationen
- PD-Serie — Polyrohr-Trockner (bis 144 Nafion®-Rohre) für hohe Durchflussraten
- DM-Serie — Desiccant-Membrantrockner, spülluftfrei für den mobilen Einsatz
- MH-Befeuchter und FC-Feuchtetauscher — präzise Befeuchtung von Kalibriergasen, Laborströmen und Brennstoffzellen
- BE-Serie — geflochtene Feuchtetauscher
Weil die AGT-PSG GmbH seit dem 1. Januar 2025 exklusiver Distributor der Perma-Pure-Nafion®-Messgastrockner für ihren Markt ist — und damit die Membrantrocknung direkt in das vollständige PSG-Aufbereitungsportfolio integriert. (Perma Pure, der in New Jersey ansässige Erfinder und einzige lizenzierte Hersteller von Nafion®-Rohrprodukten, firmiert heute unter dem Namen Salaera.)
Der praktische Nutzen: Ein einziger Engineering-Partner kann nun kühlerbasierte Trocknung, Membrantrocknung oder eine Kombination aus beidem auslegen — mit Anwendungsunterstützung durch eigene Nafion®-Spezialisten und vollständiger Integration in PSG-Sonden, -Leitungen, -Kühler und schlüsselfertige Systeme.
ATEX & explosionsgefährdete Bereiche
Explosionsschutz für Entnahmetechnik: Zonen, Zertifizierungen und warum Zertifikate für die gesamte Baugruppe wichtig sind.
ATEX ist der EU-Rahmen für Geräte in explosionsfähigen Atmosphären (Richtlinie 2014/34/EU); IECEx ist das gleichwertige internationale Zertifizierungsschema. Beide legen fest, wie elektrische und mechanische Geräte ausgelegt, geprüft und gekennzeichnet sein müssen, damit sie eine umgebende explosionsfähige Gas- oder Staubatmosphäre nicht entzünden können.
Eine typische Kennzeichnung wie II 2G Ex d IIC T3 Gb bedeutet: Gerätegruppe II (Industrie über Tage), Kategorie 2G (geeignet für Gas-Zone 1), druckfeste Kapselung (Ex d), Gasgruppe IIC (einschließlich Wasserstoff), Temperaturklasse T3 (Oberfläche ≤ 200 °C), Geräteschutzniveau Gb.
Zonen klassifizieren, wie häufig eine explosionsfähige Atmosphäre vorhanden ist: Zone 0 — ständig oder über lange Zeiträume; Zone 1 — im Normalbetrieb wahrscheinlich; Zone 2 — unwahrscheinlich und, wenn überhaupt, nur kurzzeitig. (Für Staubatmosphären gelten die Zonen 20/21/22.)
Geräte der Kategorie 2G dürfen in den Zonen 1 und 2 eingesetzt werden; Geräte der Kategorie 3G nur in Zone 2. Entnahmestellen in Raffinerien, Chemieanlagen, Biogasanlagen und Wasserstoffanlagen fallen regelmäßig in Zone 1 oder 2, weshalb der gesamte PSG-Probenweg in zertifizierten Ausführungen verfügbar ist.
Die komplette Entnahmekette:
- Sonden: PSG Plus Sonde ATEX 90 und PSG Process Sonden ATEX 150 / 180 — Zone 1, II 2G Ex d IIC T3, mit IECEx-Optionen
- Beheizte Leitungen: PSG Plus Extrudiert ATEX 150 / 180 (geregelt), PSG Process Extrudiert ATEX / ATEX² / ATEX³ (selbstregelnd, IIB/IIC) — einschließlich patentierter Zertifizierung der gesamten Baugruppe (Ex²/Ex³) und einer Ausführung mit leitfähigem Mantel
- Kühler: BCR02 ATEX (Zone 2, II 3G Ex nA nC T4 Gc), BCR03 ATEX und BCR05 ATEX (Zone 1, II 2G Ex px de [ai] IIC T4 Gb)
- Nafion®-Trocknung: prinzipbedingt nicht-elektrische Membrantrockner, die in Aufbereitungskonzepten für explosionsgefährdete Bereiche die Eigensicherheit erhalten
Weil bei herkömmlichen ATEX-beheizten Leitungen nur das Heizkabel zertifiziert ist — die fertig aufgebaute Leitung darum herum jedoch nicht, womit die Zertifizierungsverantwortung bei demjenigen verbleibt, der sie konfektioniert und installiert.
Die patentierten Ex²/Ex³-Extrudiert-Leitungen von PSG tragen Zertifikate für die komplett aufgebaute Leitung. Für den Anlagenbetreiber bedeutet das ein sauberes, prüffähiges Explosionsschutzdokument, keine Grauzone darüber, wer was zertifiziert hat, und erhaltene Cut-to-length-Flexibilität selbst bei Installationen in Zone 1.
Normen & regulatorische Konformität
EN 14181, EN 15267, die Industrieemissionsrichtlinie, BImSchV, ATEX und US-EPA — was sie vom Entnahmesystem verlangen.
Die EN 14181 (“Emissionen aus stationären Quellen — Qualitätssicherung automatischer Messeinrichtungen”) ist die europäische Rahmennorm, die installierte CEMS über ihre gesamte Lebensdauer nachweislich genau hält. Sie definiert vier Verfahren:
- QAL1 — der Nachweis vor dem Kauf, dass die Messeinrichtung geeignet ist und das Unsicherheitsbudget einhält; erbracht über die Bauartzertifizierung nach EN 15267
- QAL2 — die Kalibrierung der installierten Anlage durch Parallelmessung gegen Standardreferenzmethoden, typischerweise alle 5 Jahre oder nach wesentlichen Änderungen
- QAL3 — die laufende Kontrolle von Null-/Referenzpunktdrift und Präzision durch den Betreiber im Normalbetrieb
- AST — der jährliche Funktionstest (Annual Surveillance Test), eine jährliche Prüfung in reduziertem Umfang, ob die QAL2-Kalibrierfunktion noch gültig ist
Das Entnahmesystem ist Teil der geprüften Messeinrichtung (AMS) — eine driftende Sonde, eine kondensierende Leitung oder ein instabiler Kühler-Taupunkt lässt eine QAL2/AST ebenso sicher scheitern wie ein fehlerhafter Analysator.
Die EN 15267 ist die Zertifizierungsnorm für automatische Messeinrichtungen; das Bestehen ihrer Labor- und Feldprüfungen an einem nach EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Prüfinstitut gilt als anerkannter Nachweis der QAL1-Eignung. Die wichtigsten europäischen Schemata — das britische MCERTS und das deutsche TÜV/UBA-Schema — bauen auf der EN 15267-3 auf.
Die Zertifikate werden für die komplette geprüfte Messeinrichtung ausgestellt, was in der Regel das Aufbereitungskonzept der Probe einschließt. Die Spezifikation bewährter, zertifikatskompatibler Entnahmekomponenten schützt die Gültigkeit des QAL1-Status der Anlage.
Drei Eigenschaften des Entnahmesystems entscheiden über den QAL-Erfolg: ein Prüfgasweg durch den Sondenfilter, ein durchgehend heißer Probenweg und ein stabiler Ausgangstaupunkt des Kühlers.
- Die an die EN 14181 angelehnte Praxis erwartet, dass Kalibrier- und Driftprüfungen den gesamten Probenweg erfassen — PSG-Sonden enthalten den Prüfgasanschluss durch den Filter serienmäßig.
- Jede kalte Stelle zwischen Sondenspitze und Kühler verursacht Auswaschung, die sich als unerklärliche Abweichung in den QAL2-Parallelmessungen zeigt.
- Schwankungen des Ausgangstaupunkts übersetzen sich direkt in eine Referenzpunktdrift, die das Budget der QAL3-Regelkarte aufzehrt.
Die Richtlinie 2010/75/EU (IED) ist das zentrale EU-Gesetz zu Industrieemissionen; sie hat die frühere Abfallverbrennungsrichtlinie (2000/76/EG) und die Großfeuerungsanlagen-Richtlinie (2001/80/EG) zusammengeführt und schreibt für große Anlagen die kontinuierliche Überwachung mit Qualitätssicherung nach EN 14181 vor.
In Deutschland wird die IED über die Bundes-Immissionsschutzverordnungen umgesetzt: die 13. BImSchV (Großfeuerungsanlagen) und die 17. BImSchV (Abfallverbrennung und Mitverbrennung). PSG-Entnahmetechnik mit serienmäßigem Prüfgasanschluss ist für Emissionsmesssysteme nach genau diesen Vorschriften ausgelegt.
Die US-CEMS-Anforderungen werden von der EPA in 40 CFR definiert: Part 60 (New Source Performance Standards, mit Performance Specifications in Anhang B und Qualitätssicherung in Anhang F), Part 75 (Acid Rain Program / Handelsprogramme) und Part 63 (MACT-Standards).
Während sich der verfahrensrechtliche Rahmen von der EN 14181 unterscheidet (z. B. Relative Accuracy Test Audits, tägliche Kalibrierdriftprüfungen, Cylinder Gas Audits), sind die ingenieurtechnischen Anforderungen an das Entnahmesystem identisch: repräsentative Entnahme, keine Kondensation, kein Analytverlust und ein Kalibrierweg, der so viel vom System wie praktisch möglich einschließt.
Die am häufigsten herangezogenen Begleitnormen sind:
- EN 15259 — Anforderungen an Messstrecken, Messplätze, Messziele und Messpläne (der korrekte Entnahmeort ist Voraussetzung für gültige CEMS-Daten)
- Standardreferenzmethoden für QAL2/AST, z. B. EN 14792 (NOx, Chemilumineszenz), EN 14791 (SO2), EN 15058 (CO), EN 14790 (Wasserdampf), EN 13284 (Staub)
- EN ISO/IEC 17025 — Akkreditierung der Labore, die Zertifizierung sowie QAL2/AST-Prüfungen durchführen
- ATEX 2014/34/EU sowie die Reihen EN 60079 / IEC 60079 — Explosionsschutz von Geräten im Probenweg
- EU-ETS-Monitoring- & Reporting-Verordnung — wo CEMS für die CO2-Berichterstattung eingesetzt werden, gilt die Qualitätssicherung QAL1–3 nach EN 14181
Eine zusammengefasste Referenztabelle finden Sie am Ende dieser Seite.
Lieferantenauswahl — AGT-PSG am Markt
Wie sich AGT-PSG im Vergleich zu anderen etablierten Herstellern von Gasaufbereitungstechnik einordnet – sachlich dargestellt.
Beide sind angesehene deutsche Hersteller von Gasaufbereitungstechnik; der strukturelle Unterschied liegt im Umfang der Eigenfertigung und in der Auslegung der Sondenfiltration. Die M&C TechGroup bietet ein breites Aufbereitungsprogramm (Sonden der SP-Serie, Kühler der EC-Serie, Konverter und Sonderlösungen, einschließlich In-situ-Laseranalysatoren).
Die Unterscheidungsmerkmale von AGT-PSG: Das Unternehmen fertigt die gesamte extraktive Kette selbst — Sonden, Leitungen, Kühler, Aufbereitung, Luftverteilung und schlüsselfertige Systeme; seine Sonden tragen die größte aktive Filteroberfläche am Markt (212 cm²); seine extrudierten Leitungen sind kürzbar (cut-to-length) und mit Zertifizierung der gesamten Baugruppe (ATEX) sowie rund 60 W/m Energieverbrauch ausgestattet; und seit 2025 verbindet es all dies mit exklusivem Zugang zur Perma-Pure-Nafion®-Membrantrocknung.
JCT (Österreich, gegründet 1992) ist ein bekannter Hersteller von Sonden, Leitungen, Kühlern und Konvertern — einschließlich Spezialsonden für extremen Staub über Verdünnung und Vorfilter-Rückspülkonzepte. Betreiber entscheiden zwischen den beiden anhand der Systemphilosophie.
Die Position von AGT-PSG stützt sich auf 50 Jahre Erfahrung im Sonden- und Leitungsbau (PSG seit 1975), die für die meisten Anwendungen größte Standard-Filteroberfläche statt verdünnungsbasierter Behelfslösungen, die zweistufige 12 mm-Rückspülung bis ~280 g/m³ Staub, mehr als 2.500 Varianten beheizter Leitungen mit Cut-to-length-Konfektionierung vor Ort sowie die Verantwortung aus einer Hand vom Kaminflansch bis zum Analysatoreingang.
Bühler Technologies (Ratingen, Deutschland) liefert ein breites Gasanalyse-Programm — Sonden, Pumpen, Filter, Peltier- und Kompressorkühler, NOx-Konverter und tragbare Analysatoren — neben einem separaten Geschäftsbereich für Fluidtechnik.
AGT-PSG ist ein reiner Messgas-Spezialist: 100% seiner Entwicklung und Produktion sind dem extraktiven Probenweg gewidmet, einschließlich der Eigenextrusion beheizter Leitungen (eine Komponente, die die meisten Wettbewerber zukaufen), der patentierten ATEX-Leitungstechnologie mit Zertifizierung der gesamten Baugruppe und der exklusiven Perma-Pure-Nafion®-Distribution. Für Betreiber sind die praktischen Vergleichspunkte die Sonden-Filteroberfläche, der Energieverbrauch der Leitung, die Cut-to-length-Fähigkeit und die Tiefe der aus einer Hand angebotenen Systemintegration.
Weil Messfehler fast immer an den Schnittstellen entstehen — und mit einem einzigen Hersteller für Sonde, Leitung, Kühler, Trockner und System gibt es keine Schnittstellenstreitigkeiten und keine Verantwortungslücken.
Ein einziger Engineering-Partner garantiert die thermische Durchgängigkeit von der Sonde bis zum Kühler, eine abgestimmte Spülluftlogik zwischen Sonde und Leitung, ein einziges Matchcode-Konfigurationssystem, einen Servicekontakt und eine Gewährleistung. AGT-PSG ist das einzige Unternehmen weltweit, das diese gesamte Palette selbst fertigt, was den Kern des #PerfectSampleGas-Wertversprechens bildet.
Auswahl, Service & Sonderanwendungen
Konfiguration der richtigen Lösung, Lieferung, mobile CEMS, Systemintegration und Engineering-Unterstützung.
Ausgangspunkt sind fünf Anwendungsparameter: Gaszusammensetzung, Staubbeladung, Gastemperatur, Wasser-/Säuretaupunkt und die Umgebungs-/Installationsbedingungen (einschließlich ATEX-Klassifizierung). Aus diesen konfiguriert das PSG-Matchcode-System jede Komponente — Sondentyp, Filter, Beheizung, Rückspülung; Temperaturklasse, Seelenmaterial und Länge der Leitung; Kühlerserie, Gaswege und Wärmetauscher-Material.
Die Anwendungsingenieure von AGT-PSG legen die komplette Kette routinemäßig aus einem Prozessdatenblatt aus — senden Sie Gasdaten und eine grobe Standortskizze, und ein konfigurierter Vorschlag mit Matchcodes kommt zurück.
Standard-PSG-beheizte-Leitungen sind innerhalb weniger Werktage verfügbar und auf Wunsch konfektioniert (auf Länge vorgefertigt, mit Verschraubungen). Da extrudierte Leitungen kürzbar sind, können Integratoren auch Trommelware bevorraten und Leitungen vor Ort mit der PSG-DHS-Trommelhandhabungslösung konfektionieren.
Sonderausführungen — enge Biegeradien, spezielle Mantelwerkstoffe, integrierte Sensoren oder alternative Innenseelen — sind als ausgelegte Varianten erhältlich.
Ja — PSG ist seit mehr als 45 Jahren Systemintegrationspartner führender Unternehmen und baut alles von kleinen Messgasaufbereitungsplatten bis hin zu schlüsselfertigen Analysenhäusern.
Der Leistungsumfang reicht von prozessanalytischer Beratung ab der ersten Projektphase über das komplette Engineering (R&I-Fließschemata, Montagezeichnungen, Elektro- und Schaltpläne, Leistungsdaten), die Fertigung unter einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem, Werksabnahmetests bis zur Inbetriebnahme — gebaut entweder nach PSG-Engineering oder nach Kundenspezifikation.
Eine komplette mobile Kette: die PSG Plus Sonde Mobile (selbstbegrenzend, 180 °C), die flexible Messgasleitung PSG Plus Flex Plane und das in einem robusten Peli-Koffer aufgebaute Aufbereitungssystem MAK Mobile.
Der MAK Mobile integriert einen thermoelektrischen Kühler (bis 250 l/h), eine Messgaspumpe und den Temperaturregler für die beheizte Leitung — ein Plug-and-Measure-Kit für Kaminmesskampagnen, Inbetriebnahmen, QAL2-Begleitmessungen und kurzfristige Prozessuntersuchungen. Eine Kompressorausführung MAK 10 Portable ist ebenfalls erhältlich.
Mit ziemlicher Sicherheit — Sonderanwendungen sind das ureigene PSG-Terrain. Zu den Referenzlösungen zählen die Aufbereitung für Carbon-Capture-Anlagen (Aminwäsche-Gasströme), wasserstofffokussierte Messkonzepte, die Hochdruck-Prozesskühlung bis 100 bar (MAK Process C), die DeNOx-Entnahme bei 315 °C, komplette Ketten für ATEX-Zone 1 sowie der CEMS-Betrieb im maritimen/Offshore-Bereich.
Passt ein Standard-Matchcode nicht, entwickelt das #PerfectSampleGas-Engineering-Team eine Variante — das Unternehmen positioniert sich ausdrücklich als Innovationstreiber für Emissionsmessung, Wasserstoff und Anlagenoptimierung.
Normen-Referenztabelle
Wichtige Normen, Richtlinien und Vorschriften, auf die diese Seite Bezug nimmt – eine schnelle Orientierungshilfe für Ingenieure und Compliance-Teams.
| Norm / Vorschrift | Geltungsbereich | Bedeutung für Entnahme & Aufbereitung |
|---|---|---|
| EN 14181 | Qualitätssicherung automatischer Messeinrichtungen (QAL1, QAL2, QAL3, AST) | Rahmennorm zur Qualitätssicherung installierter CEMS; das Entnahmesystem ist Teil der geprüften Anlage |
| EN 15267-1/-2/-3 | Zertifizierung automatischer Messeinrichtungen | Grundlage der QAL1-Bauartzulassung sowie der MCERTS- und TÜV/UBA-Zertifizierungsschemata |
| EN 15259 | Messung von Emissionen aus stationären Quellen — Messstrecken, Messplätze, Messziel und Messplan | Legt fest, wo und wie Entnahmestellen für eine repräsentative Entnahme angeordnet sein müssen |
| EN 14792 / EN 14791 / EN 15058 | Standardreferenzmethoden für NOx, SO₂ und CO | Referenzmethoden für QAL2- und AST-Parallelmessungen |
| EN 14790 | Bestimmung des Wasserdampfs in Kanälen (SRM) | Feuchte-Referenzmethode; direkt verknüpft mit der Taupunktregelung im Probenweg |
| EN 13284-1/-2 | Bestimmung niedriger Staubkonzentrationen | Staub-Referenz und QS der kontinuierlichen Staubmessung; relevant für die Auslegung der Sondenfiltration |
| Richtlinie 2010/75/EU (IED) | EU-Industrieemissionsrichtlinie | Schreibt kontinuierliche Überwachung und Qualitätssicherung nach EN 14181 vor; fasst 2000/76/EG (WID) und 2001/80/EG (LCPD) zusammen |
| 13. & 17. BImSchV | Deutsche Verordnungen für Großfeuerungsanlagen und Abfallverbrennung | Nationale Umsetzung der IED; PSG-Sonden besitzen den serienmäßigen Prüfgasanschluss, den diese Systeme erfordern |
| ATEX-Richtlinie 2014/34/EU | Geräte für explosionsgefährdete Bereiche | Regelt zertifizierte Sonden, beheizte Leitungen und Kühler für die Zonen 1 und 2 |
| IECEx (Reihe IEC 60079) | Internationales Zertifizierungsschema für Ex-Geräte | Internationales Pendant zu ATEX; PSG-Ex-Produkte sind mit IECEx-Optionen erhältlich |
| EN ISO/IEC 17025 | Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien | Akkreditierungsanforderung für QAL1-Zertifizierungsstellen und QAL2/AST-Prüflaboratorien |
| US EPA 40 CFR Part 60, App. B & F | Performance Specifications und Qualitätssicherung für CEMS (NSPS) | US-Rahmen für Leistung und Qualitätssicherung von Emissionsmesssystemen |
| US EPA 40 CFR Part 75 | Kontinuierliche Emissionsüberwachung — Acid-Rain-/Handelsprogramme | Legt in US-Programmen Anforderungen an RATA, Kalibrierdrift und Datenverfügbarkeit fest |
| EU ETS MRR (2018/2066) | Monitoring- & Reporting-Verordnung für den Emissionshandel | Wo CEMS CO₂ für den Handel quantifizieren, gelten die Qualitätssicherung nach EN 14181 und die Standortwahl nach EN 15259 |
Diese Referenzseite dient der allgemeinen technischen Orientierung. Produktspezifikationen können sich ändern; ziehen Sie für projektspezifische Anforderungen stets die aktuellen AGT-PSG-Datenblätter und Ihre zuständige Aufsichtsbehörde heran. Nafion® ist eine Marke der The Chemours Company FC, LLC, genutzt unter Lizenz durch Perma Pure LLC. Alle anderen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
